

Der vierjährige Tim braucht neue Winterschuhe. Schon das zweite Paar scheint zu passen. Die Verkäuferin lässt Tim drei Meter durch den Laden laufen, und der ist begeistert – vor allem von dem seitlich aufgedruckten Rennwagen. Doch schon nach drei Wochen mag der Junge seine neuen Schuhe nicht mehr anziehen, und Tims Mutter entdeckt Druckstellen an den Füßen.
Wahrscheinlich wurden Tim zu kleine Schuhe gekauft, obwohl seine Fußlänge mit der auf dem Schuh angegebenen Schuhgröße übereinstimmte.
Im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums wurde jetzt von einer Forschergruppe das Verhältnis von Kinderfüßen zu Kinderschuhen untersucht. Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass mehr als zwei Drittel der Straßenschuhe den Kindern zu klein sind. Folgende Gründe werden angeführt:
Viele Menschen achten nur auf die Schuhlänge, nicht aber auf die Schuhbreite. Um Druckstellen zu vermeiden, ist es aber genauso wichtig, die richtige Schuhbreite zu finden.
Wenn Kinder auf Dauer zu enge Schuhe tragen, so kann das zu einer veränderten Zehenstellung mit Gelenkentzündungen kommen. Außerdem kann sich die Fußmuskulatur durch die veränderte Zehenstellung verkürzen und so zu Muskel- und Sehnenschmerzen führen. Die verminderte Durchblutung der Füße kann Taubheitsgefühle oder chronisch kalte Füße nach sich ziehen.
Die österreichische Forschergruppe empfiehlt daher allen Eltern, beim Schuhkauf für ihre Kinder den Schuhen ebensoviel Aufmerksamkeit zu widmen wie den Füßen ihrer Kinder.

