

Empfehlungen an Eltern und Lehrer
Mit Sorge beobachten wir weiterhin eine Zunahme von Haltungsschäden bei Schülern. Aktuellen Studien zufolge leidet heute etwa jedes zweite Schulkind an Haltungsschäden.
Die Wachstumsgeschwindigkeit der Schüler ist besonders groß im 5.-7. sowie 11.-15. Lebensjahr. In diesen Phasen entsteht ein Missverhältnis zwischen dem Skelettwachstum und der Ausbildung der Haltemuskulatur, was die Skelettentwicklung in dieser Zeit besonders störanfällig macht. Die häufigsten Ursachen für Fehlbelastungen im jungen Schulalter sind Bewegungsmangel, ungeeignete Schulmöbel und der Schulranzen.
Im Durchschnitt ist ein Grundschüler etwa 12,5 Stunden täglich “auf den Beinen”. Nur in 2,4 Stunden davon bewegen sich die Kinder im Schul- oder Vereinssport, Toben auf dem Schulhof oder laufen zur Schule. In den restlichen 10 Stunden sitzen die Kinder in der Schule, an den Hausaufgaben oder auch zunehmend vor dem Fernseher.
Neben dieser relativen Bewegungsarmut und den zu häufig ungeeigneten Schulmöbeln beklagt Herr Köhler, dass die Art des Ranzens, sein Gewicht und die Art des Tragens eine besondere Bedeutung auf die kindliche Skelettentwicklung hat.
Sind die Riemen des Schulranzens zu lang eingestellt, wenn er schief oder zu tief getragen wird, führt er zu einer fehlerhafter Körperhaltung. Zu lang eingestellte Riemen bewirken, dass der Ranzen nicht mit der gesamten Fläche am Rücken anliegt, sondern mit seiner Unterkante gegen den Rücken drückt. Das verstärkt eine sonst normale Krümmung der Wirbelsäule und führt zum Hohlkreuz und Hohlrundrücken.
Ist der Ranzen darüber hinaus auch noch zu schwer, verstärkt die Schwerpunktverlagerung nach hinten die Fehlbelastung und beschleunigt die genannten Haltungsschäden.
Kinder- und Jugendärzte empfehlen daher folgende Grundsätze bei der Beschaffung und Benutzung von Schulranzen:

